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Wichtige Begriffe

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A

Anämie
Blutarmut aufgrund mangelnder Nachbildung roter Blutkörperchen.

B

C

Chronische Niereninsuffizienz
= chronisches Nierenversagen


CAPD
Die kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse (CAPD) führt der Patient selbst durch. Dazu muss er in der Regel viermal pro Tag die Dialysierflüssigkeit austauschen. Ein solcher Wechsel oder Austausch dauert jeweils rund 30 Minuten, aufwändige Apparaturen sind nicht erforderlich.

D

Dialysator
Bei der Hämodialyse verwendeter Filter, in dem das Patientenblut und die Dialysierflüssigkeit, durch eine semipermeable Membran getrennt, aneinander vorbeifließen.
Aufgrund der chemischen Prozesse von Diffusion und Osmose wird so das Blut des Patienten von Abfallstoffen und überflüssigem Wasser befreit.

E

Erythropoetin
Erythropoetin, auch Epo genannt, ist ein Hormon, welches von der Niere produziert wird. Epo regt die Bildung von Blutfarbstoff (Hämoglobin) an.
Bei vielen Nierenerkrankungen kommt es zu einer Blutarmut, d.h. es gibt zu wenig Blutfarbstoff (Hämoglobin, abgekürzt: Hb), der den Sauerstoff transportiert. Die Folge ist: Müdigkeit, Mattigkeit, Abgeschlagenheit, verminderte Leistungsfähigkeit.Um den Hämoglobinhaushalt auszugleichen wird Epo, ein Medikament, dem Patienten gespritzt.

F

G

GFR
Die Glomeruläre Filtrationsrate (GFR) gibt das Gesamtvolumen des Primärharns an, das von allen Glumeroli beider Nieren zusammen, in einer definierten Zeiteinheit, gefiltert wird. Dies sind bei einem Menschen mit normalen Blutdruckwerten ca. 0,12 Liter pro Minute bzw. ca.170 Liter pro Tag. Die GFR sinkt physiologisch mit zunehmendem Alter oder pathologisch bei Nierenerkrankungen verschiedenster Art.
Die GFR ist für die Abschätzung der Nierenfunktion die wichtigste Größe.

H

Harnstoff
Harnstoff ist das Hauptendprodukt des Eiweiß- und Aminosäurestoffwechsels. Aus dem Stickstoff, der beim Eiweißabbau anfällt, wird in der Leber Ammoniak gebildet. Aus Ammoniak (NH3) und Kohlendioxid (CO2) entsteht Harnstoff. Harnstoff wird zu 90 Prozent über die Nieren ausgeschieden.

Normwert fürErwachsene 17-43 mg/dl



Harnsäure
Harnsäure ist das Endprodukt des Purinstoffwechsels. Purin ist eine Vorstufe für den Aufbau von DNS (Deoxyribonukleinsäure) und RNS (Ribonukleinsäure). DNS und RNS sind die Träger der genetischen Information.

Normwerte Frauen:2,3 - 6,1 mg/dl 137 - 363µmol/l
Normwerte Männer: 3,6 - 8,2 mg/dl 214 - 488µmol/l

I J

Immunsuppressiva
Es handelt sich hierbei um Medikamente zum Unterdrücken der Funktionen des Immunsystems.
Sie werden verabreicht nach Transplantationen, wenn die Gefahr besteht, dass das transplantierte Organ vom Immunsystem abgestoßen wird.


K

Kreatinin
Kreatinin ist ein Abfallstoff des Körpers, der über die Nieren ausgeschieden wird. Bei Nierenerkrankungen führt die verschlechterte Ausscheidung zu einem Anstieg des Kreatininspiegels im Blut.
Der Kreatininspiegel wird stellvertretend für alle Abfallstoffe, die über die Nieren ausgeschieden werden müssen, gemessen und dient so als wichtiger Nierenfunktionsparameter.
Der Kreatininspiegel wird in zwei verschiedenen Einheiten angegeben:
*mg/dl mit den Normwerten 0,84 - 1,25 für Männer und 0,66 - 1,09 für Frauen
*µmol/l mit den Normwerten 74 - 110 für Männer und 58 - 96 für Frauen



Kreatinin-Clearence
Die Kreatinin-Clearance ist ein Wert, der Auskunft über die Filtrationsleistung der Nieren gibt.


Kalium
Kalium ist ein Mineral, das mit der Nahrung aufgenommen wird. Bei Erkrankungen der Nieren ist die Kaliumausscheidung häufig nur unzureichend oder gar nicht möglich.
Wird an dialysefreien Tagen zuviel Kalium mit der Nahrung aufgenommen, führt dies zu einer Kaliumvergiftung, die bis hin zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen kann.

Normwert für Erwachsene: 3,8-5,2 mmol/Liter

L

Lebendspende
Lebendspende - das Übertragen von Organen eines lebenden Spenders auf einen Patienten.
Als häufigste Form der Lebendspende findet die Nierentransplantation statt, da dieses Organ im Körper paarweise vorhanden ist und somit der Spender seine Nierenfunktion nicht einbüßt. Ein weiteres Organ, bei dem Lebendspenden eine zunehmende Rolle spielen, ist aufgrund ihrer hohen Regenerationsfähigkeit die Leber. Diese wird allerdings nicht komplett, sondern nur teilweise gespendet.
Um bei der Lebendspende Organhandel zu verhindern, gelten in der BRD folgende gesetzliche Regeln: das Spenden eines Organs, ist nur unter Verwandten ersten oder zweiten Grades, Ehegatten, Lebenspartnern oder Personen, die dem Spender in persönlicher Verbundenheit nahe stehen, möglich. Der Spender muss volljährig und einwilligungsfähig sein.

M

N

Nephrologie
Die Nephrologie (aus altgr. νέφρος ‚Niere‘ und λόγος ‚Wort‘, ‚Lehre‘: ‚Nieren-Lehre‘) ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin. Sie befasst sich mit den Erkrankungen der Nieren, sowie deren konservativer Therapie.

O

Osmose
Als Osmose (von griechisch „Eindringen, Stoß, Schub, Antrieb“) wird in den Naturwissenschaften der gerichtete Fluss von Molekülen durch eine semipermeable Membran bezeichnet. Osmose ist für viele Abläufe in der Natur von Bedeutung, besonders für die Regulation des Wasserhaushalts von Zellen und Pflanzen und findet als Trennverfahren Anwendung in der Medizin.

P

Parathormon
Das Hormon wird von den Nebenschilddrüsen im Hals produziert. PTH steuert die Geschwindigkeit, mit der altes Knochengewebe abgebaut und durch neues ersetzt wird. Bei Nierenversagen wird das Hormon in großen Mengen ausgeschüttet, so dass die Knochen spröde und brüchig werden können (renale Osteoporose).


Phosphat
Ein Spurenelement, das zusammen mit Calcium am Auf- und Abbau von Knochen mitwirkt. Zuviel Phosphat entzieht den Knochen Calcium und schwächt sie.

Normwert für Erwachsene: 0,84-1,45 mmol/Liter


Peritoneum
Peritoneum ist das Bauchfell. Eine dünne, körpereigene Membran, welche die Organe im Bauchraum umgibt. Bei der Peritonealdialyse wird das Peritoneum als Filtermembran genutzt.

Polyneuropathie
poly = viel
neur(o) = Nerv
pathie = Schmerz, Krankheit

Polyneuropathie ist eine Erkrankung des peripheren Nervensystems (im Gegensatz zum Zentralnervensystem). Bestimmte Nervenbahnen werden geschädigt. Dabei wird die Nervenleitgeschwindigkeit herabgesetzt. Viele Nerven sind gleichzeitig betroffen. Oft findet man Symptome in den Zehen, die sich dann über die Füße weiter fortsetzen. Also zuerst in den vom Rückenmark bzw. Gehirn entferntesten Bereichen des Körpers. Weit verbreitet sind Miss- oder Fehlempfindungen wie z.B. Kribbeln, Taubheitsgefühle, Hitze- oder Kältegefühl.

Es kommt oft zu Schmerzen wie z. B. brennender Spontanschmerz oder einschießende Schmerzattacken. Manchmal führen auch eigentlich nicht schmerzhafte Reizungen zu Schmerzen.

Durch die Herabsetzung der Nervenleitgeschwindigkeit werden bestimmte Reize nicht mehr oder nicht mehr richtig an das zentrale Nervensystem weitergeleitet. Das bedeutet, dass sich das Schmerzempfinden ändern kann.




Q



R

RLS
(
Restless Legs Syndrom)
Das Syndrom der ruhelosen Beine zeigt sich durch einen erheblichen Bewegungsdrang. Es geht oft einher mit Missempfindungen in den Waden (selten in den Oberschenkeln oder in den oberen Extremitäten). Das RLS tritt in Ruhesituationen ganz besonders in den Abend- und Nachtstunden auf.
Die Lebensqualität von vor allem unbehandelten RLS- Patienten ist deutlich gemindert.

S

Shunt
auch Fistel genannt.
Operative Verbindung zwischen einer Arterie und einer Vene. Die dadurch mit höherem Blutfluss vorliegende Vene wird als Zugang zum Blutkreislauf des Patienten bei der Hämodialyse punktiert.
Wann wird ein Shunt erforderlich?
Jeder Patient, bei dem längere Zeit eine Hämodialyse durchgeführt wird, bekommt einen Shunt angelegt. Durch die künstliche Verbindung entsteht ein hoher Blutfluss in der Vene.

Der Shunt gewährleistet, dass man dauerhaft und wiederholt Zugang zu einer größeren Menge Blut hat. Außerdem verdickt sich die Wand der Vene. Sie wird dadurch widerstandsfähiger und kann häufiger durchstochen (punktiert) werden.

T

TMP
Der Transmembrandruck ist vereinfacht der Druckgradient zwischen der Blut- und der Wasserseite der Dialyse.

U

Ultrafiltration
Der Begriff Ultrafiltration beschreibt den Übertritt bzw. Transport des Lösungsmittels (in dem die Teilchen gelöst sind) von einer Membranseite zur anderen. Für die Ultrafiltration ist eine (hydrostatische) Druckdifferenz erforderlich. Im Blutteil wird dabei ein Überdruck aufgebaut und im Dialysatteil wird ein Unterdruck erzeugt (Überdruck und Unterdruck ergeben den transmembranösen Druck TMP).

V

Vorhofkatheder
Ein zentraler Venenkatheter, der bis in den rechten Vorhof des Herzens reicht. Meist einlumig.(nur eine Röhre) Der bekannteste ist der "Demers - Katheter". Er fungiert als Dauerkatheter bei Patienten denen kein Shunt angelegt werden kann.

W

X Y Z